Sieben Fragen an Agnes Zehnter

Wo bist Du überall tätig?
Mein Herzensanliegen ist amwort, und damit das Ausbilden in Sprachgestaltung. Ausserdem bin ich als Dozentin für Sprachgestaltung und Rhetorik in der Höheren Fachschule für Heilpädagogik und Sozialtherapie, Dornach tätig und in der Akademie für anthroposophische Pädagogik, Dornach. In meinem Sprachatelier von A bis Z arbeite ich künstlerisch und therapeutisch mit allen Altersstufen. Dieser Bereich ist für mich vor allem unter dem Forschungsaspekt interessant. Regional und überregional setze ich mich innerhalb des Netzwerk Sprachgestaltung für eine vertiefende Grundlagenarbeit und Vernetzung ein. Weltweit bin ich koordinierend tätig innerhalb der Sektion für Redende und Musizierende Künste am Goetheanum für den Verbund der Sprachgestaltungs- und Schauspielausbildungen. Da mein Herz auch fürs Freie Erzählen und die Rhetorik schlägt, biete ich seit Jahren mit Kollegen innerhalb der Erzählakademie und amwort entsprechende Kurse und Weiterbildungen an.

Woher schöpfst Du Deine immense Energie/Strahlkraft?
Aus der Sprachgestaltung, aus den wunderbaren Texten, mit denen wir in unserem Beruf umgehen, aus den vielen menschlichen Begegnungen. Besonders schöpfe ich Kraft und Lebensfreude aus jedem kleinen Fortschritt, der einem Menschen, mit dem ich arbeiten darf, gelingt – da heraus sprüht ein besonderes Glücksgefühl.

Wolltest Du schon immer Dozentin werden?
Dass ich «pädagogisches und erwachsenbildnerisches Blut» habe, wurde mir schon früh klar und auch von Mitmenschen zurückgemeldet. «Ich möchte MIT Menschen arbeiten», war meine Motivation für das Sprachgestaltungsstudium, nicht eine Bühnenlaufbahn.

Was an der Sprache macht Dir am meisten Freude?
Das Künstlerische! Und das Suchen, wie dieses unmittelbar lebenspraktisch werden kann. Wie kann die künstlerische Betätigung und Fähigkeitsbildung zu einem Sozialleben beitragen, das zukunftsträchtig ist?

Wie lebt es sich in Dornach?
Bestens! Als ich 23-jährig für das Sprachgestaltungsstudium nach Dornach kam, ahnte ich noch nicht, wie bald ich hier meine Wahlheimat finden werde. Hier traf und treffe ich Menschen, die mich inspirieren, mit denen ich zusammenarbeiten will. So war es mir auch selbstverständlich, zusätzlich zur deutschen die Schweizer Staatsbürgerschaft zu erwerben, auch wenn ich mich für die schweizerdeutschen Mundarten leider als höchst unbegabt erweise …

Wie siehst Du die Zukunft von amwort?
Da es weltweit viel zu wenige Sprachgestalter/innen und Sprachgestaltungsausbildungen gibt, hoffe ich, dass viele Menschen aus dem In- und Ausland zu uns finden werden, um diese besondere, aus der Anthroposophie heraus entstandene und weiterzuentwickelnde Kunst zu erlernen. Ebenso sehe ich in amwort auch einen Ort, an dem vielfältige Kurse, Weiterbildungen, Kolloquien, Veranstaltungen stattfinden können zum Thema Sprache.

Wie siehst Du die Zukunft des Berufes?
Unser Beruf innerhalb des Künstlerischen, des Pädagogischen und Therapeutischen ist noch in den Kinderschuhen und trägt ein hohes und vielfältiges Potenzial der Weiterentwicklung in sich. Zurzeit sind wir noch Wenige, die sich übergeordnet für diese Weiterentwicklung einsetzen. Aber ich liebe meine Aufgabe und fühle mich gestärkt durch die Zusammenarbeit bei amwort, im Netzwerk, in der Sektion am Goethenaum und durch meine Überzeugung, dass spätere Generationen diesen Impuls weiterentwickeln werden.

Anthroposophische Akademie für Therapie und Kunst

Unser Leitbild

Anthroposophische Akademie für Therapie und Kunst steht für die Freude, mit Menschen verschiedenster Intentionen und Ausrichtungen in einem sozialen und fachlichen Projekt gemeinsam zu lernen.

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Ruchti-Weg 5 4143 Dornach
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